Die 10 besten Kriminalromane des Jahres 2025

Krimis des Jahres ∙ 2025 ∙ Hanspeter Eggenberger

Die Bücher, die ich als „Krimi der Woche“ zur Lektüre empfehle, sind eine relativ kleine Auswahl aus dem riesigen Angebot: Jährlich erscheinen auf Deutsch zwischen 1500 und 2000 Romane, die der Kriminalliteratur zugeordnet werden können. Ein paar hundert davon schaue ich näher an, lese vielleicht ein paar Seiten und entscheide mich dann dafür oder dagegen, die Zeit für die Lektüre aufzubringen. Bei nicht allen davon schaffe ich es bis zur letzten Seite. Nur jene Titel, bei denen ich bis zum Ende gerne dranbleibe, können zu einem der jährlich rund 50 „Krimis der Woche“ werden. Das heisst nicht, dass es nicht etliche weitere Romane gibt, die ebenso empfehlenswert sind: Wenn sich die Neuheiten häufen, schaffe ich es leider nicht, alle Krimis zu lesen, die mich interessieren.

Hier die Top 10 meiner Auswahl im Jahr 2025.

1. Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod (Suhrkamp)
Aus dem Englischen von Stefan Lux
(Suhrkamp)
Ein Noir-Roman der unter die Haut geht. Eigenwillig geplottet, dramatisch erzählt. Voller Bilder, die sich gnadenlos einbrennen. Ein spektakuläres Stück.
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2. Zoran Drvenkar: Asa
(Suhrkamp)
Ein ungemein eigenständiger Roman – ich kenne in der deutschsprachigen Kriminalliteratur nichts Vergleichbares.
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 3. Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau
Aus dem Englischen von Peter Hammans
(Pulp Master)
Ein fiebrig flirrender Psychothriller mit Gothic-Elementen. Megan Abbott baut raffiniert eine zunehmend bedrohliche, klaustrophobe Atmosphäre auf.
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4. Eli Cranor: Ozark Dogs
Aus dem Englischen von Cornelius Hartz
(Atrium)
(Es geht) um Gewalt, die immer wieder zu neuer Gewalt führt. Um Sünden der Väter, die auf die nachkommende Generation zurückfallen.
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 5. Charles den Tex: Repair Club – Der Countdown läuft
Aus dem Niederländischen von Simone Schroth
(HarperCollins)
Klassische Agententhriller wie dieser, die nicht von irgendwelchen Weltverschwörungen schwafeln, sondern sich kenntnisreich mit tatsächlichen Vorgängen auseinandersetzen und diese gekonnt in bewegende Geschichten umsetzen, sind leider selten geworden.
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 6. Johannes Groschupf: Skin City
(Suhrkamp)
Rasant, witzig, fesselnd, aber alles andere als oberflächlich, dafür sehr noir ist auch der vierte Berlin-Thriller von Johannes Groschupf.
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7. Garry Disher: Desolation Hill
Aus dem Englischen von Peter Torberg
(Unionsverlag)
Hirsch, dieser etwas melancholische Polizist in der Einöde, der findet, „dass einer der wichtigsten Aspekte bei seiner Arbeit darin bestand, den mit Sorgen Beladenen und Einsamen zuzuhören“, geht einem einfach nahe.
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8. James Lee Burke: Im Süden
Aus dem Englischen von Alexander Wagner
(btb)
(Bei Burke) geht es eigentlich immer um Grundsätzliches, um Existenzielles. Um Gut und Böse. Um fundamentale Fragen des Lebens. Und des Sterbens.
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9. Nicolás Ferraro: Ámbar
Aus dem Spanischen von Kirsten Brandt
(Pendragon)
Ein dreckiger, harter, brutaler Noir. Eine Mischung aus Flucht-, Road-Trip und Rache-Saga mit Elementen einer überraschend feinfühligen Coming-of-Age-Geschichte.
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 10. Gregory Galloway: Die Verpflichtung
Aus dem Englischen von Karen Witthuhn
(Polar)
Diebesgeschichten sind der Rahmen für ein existenzielles Lebensdrama der düsteren Sorte. Und für eine eigentliche Philosophie des Stehlens, die in einen illusionslosen Blick auf eine kapitalistische Gesellschaft, die im Wesentlichen auf Lug und Trug basiert, mündet.
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